Autor: Ivo Frank

Marketing

Spenden für das Studio 913

Ihm Rahmen des dritten Firmenfests sammelte die SenseING GmbH Spenden für das 913 Studio

Am 1. Oktober lud die SenseING GmbH Geschäftspartner und Unterstützer zum dritten Firmenfest ein, welches nun offiziell als Tradition gilt. Gemäß dem Anlass wurde ein ebenso traditionelles Fest veranstaltet – ein Oktoberfest. Auf gar keinen Fall durfte dabei die jährliche Spendenaktion fehlen, welche SenseING 2021 zum ersten mal ins Leben rief. Denn das Fest, welches als Zeichen der Dankbarkeit für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung etabliert wurde, soll auch genutzt werden um gemeinsam Gutes zu tun. So nutzte SenseING die Aufmerksamkeit um in diesem Jahr Spenden für das 913 Studio – Verein zur Förderung der Bildung, Kunst und Kultur e.V. zu sammeln.

Geschäftsführer Sven Kruse übergibt einen Spendenscheck an Vereinsvorsitzenden Ralf Türbach. Die beiden stehen von einer Graffitwand.
Sven Kruse (links im Bild) übergibt den Spendenscheck an Vereinsvorsitzenden Ralf Türbach.

Mit Musik das Selbstbewusstsein stärken

Als Folge der Corona-Pandemie musste das Vereinsangebot stark eingeschränkt werden. Mit dem gespendeten Geld möchte das 913 Studio nun das Angebot wieder erweitern. So soll im Frühjahr 2023 der Kurs „Einführung in die Aufnahme- und Musikproduktion“ anlaufen. Der Kurs richtet sich konkret an Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 20 Jahren, welche in mehreren Terminen die Basics der Aufnahme- und Musikproduktion vermittelt bekommen. Darüber hinaus werden gemeinsam echte Aufnahmen von Podcasts, Texten oder Liedern produziert. Das Ziel des Kurses: Die eigene CD mit den selbst produzierten Werken. Gefördert wird dadurch vor allem das Selbstbewusstsein sowie die Medien- und Sprachkompetenz der Kinder und Jugendlichen. Für die Teilnehmer*innen ist der Kurs dabei kostenlos.

Mehr Informationen zum Verein →

Digitales Geräte­manage­ment geht in die Serien­produktion

Die Serienproduktion der Trackinglösung träck läuft auf Hochtouren. Bereits im Oktober erfolgen die ersten Auslieferungen.

Digitales Gerätemanagement erfordert vorallem eins: Transparenz. Mehr Transparenz in Prozessen zu schaffen gilt als das Hauptziel SenseING´s. Dabei setzt SenseING auf IoT-Gesamtlösungen welche vorkonfiguriert geliefert werden und sich in wenigen Schritten in Betrieb nehmen lassen. So auch die Trackinglösung träck welche im speziellen für den Einsatz in der Baubranche entwickelt wurde. Künftig wird die aus drei Komponenten bestehende Lösung für mehr Transparenz auf Baustellen und Bauhöfen sorgen, denn mit Ihr lassen sich Kleingeräte, wie Rüttelplatten, Kompressoren etc. als Live-Inventaren nachverfolgen, Verschreibungen automatisieren, Suchzeiten reduzieren und so die Produktivität steigern.

Das Prinzip ist ganz einfach: Alle zu trackenden Geräte und Werkzeuge erhalten einen Tracker (Sender). Baustellen und Lager/Bauhöfe werden mit Gateways (Empfängern) ausgestattet. Die Tracker tauschen gesammelte Daten über die Funktechnologie LoRa mit dem Gateway aus. Das Gateway wiederum sendet die Daten unter Verwendung des Mobilfunknetztes in eine IoT-Plattform und über standardisierte Schnittstellen in bestehende Systeme.

Digitales Gerätemanagement: Ein Tracking Sensor wird an den Griff einer Rüttelplatte angebracht.


Im Mittelpunkt der Lösung steht der gerade 40×40 mm kleine Tracker, welcher nun tausendfach produziert wird. Er beinhaltet Klima- und Bewegungssensoren, welche es ermöglichen Aussagen über den Zustand und die Auslastung der Geräte abzuleiten. Besonders mit der Batterielaufzeit glänzt der kompakte Tracker, denn dank des geringen Energiebedarfs erreicht er Batterielaufzeiten von bis zu vier Jahren.

Sie brauchen ein umsetzbares Gerätemanagement? Kontaktieren Sie uns jetzt gleich für mehr Informationen.

Gerätemanagement digitalisieren – Wie Sie die Verwaltung Ihrer Geräte und Maschinen in der Bauindustrie optimieren

In der Bauindustrie sind umfangreiche Inventare und die parallele Abwicklung vieler Projekte keine Seltenheit. Dabei den Überblick zu bewahren ist eine echte Herausforderung. Wie Sie durch Digitalisierung Ihres Gerätemanagement den Verwaltungsprozess vereinfachen, erklären wir Ihnen in diesem Artikel.

Bauprojektmanagement und die damit verbundene Logistik, also Geräte und Güter zur richtigen Zeit am richtigen Ort bereitzustellen, ist eine Mammutaufgabe. Die vielen parallelen Projekt-Standorte und eine Vielzahl von wechselnden Akteuren sorgen für viele Fehlerquellen beim Austausch von Informationen. Nicht selten kommt es also vor, dass Geräte und Güter ungenutzt und in zu großer Stückzahl an Projektstandorten vorhanden sind, während sie dringend an anderen Stellen benötigt werden. Zudem tauschen die Projekt-Standorte häufig Geräte untereinander, ohne davor ein zentrales Lager passiert zu haben. Dabei den Überblick zu bewahren ist fast unmöglich. Das wiederum führt zu Unproduktivzeiten und erhöht die Suchzeiten erheblich. Im schlimmsten Fall entstehen sogar Kosten für die überflüssige Neuanschaffungen von Geräten oder Neuanschaffungen durch Verluste.

Gerätemanagement digitalisieren durch Tracking

Das Gerätemanagement am Bau ist ein großer Hebel für die Effizienz und Effektivität am Bau. IoT-Geräten betätigen genau diesen Hebel. Durch die Ausstattung der Geräte mit Trackern und die Ausstattung der Lager sowie Baustellen mit Gateways erhalten Bauunternehmen digitale Inventare. So lässt sich über die Software einerseits einsehen welche Geräte oder Güter sich zum aktuellen Zeitpunkt in den Lagern befinden, an welcher Baustelle welche Geräte sind oder wo sich ein Gerät gerade befindet. Auch der Standortwechsel von Geräten zwischen Projekten wird somit nachvollziehbar.

Geräetemanagement digitalisieren – Das Foto zeigt eine Rüttelplatte auf einem Bauhof. Am Gerät ist ein kleiner ca. Benzinfeuerzeug großer Tracker angebracht.
Eine Rüttelplatte wird mit einem kleinen LoRa-Tracker ausgestattet und sendet Daten an die IoT-Plattform.
Zeitersparnis dank Live-Inventar

Gerätemanagement digitalisieren optimiert den Logistikprozess in der Bauindustrie auf verschiedenen Ebenen. Das reduziert einerseits aktiv Suchzeiten, denn der Standort eines Geräts kann mit wenigen Klicks herausgefunden werden. So gehören zeitraubende Telefonate oder gar Suchaktionen der Vergangenheit an. Andererseits reduziert es die Unproduktivzeiten, dank der schnelleren Bereitstellung von Gerätschaften, erheblich.

Automatisierte Verschreibung auf Projekte

Auch in der Verwaltung macht sich die Zeitersparnis bemerkbar. Das Trackingsystem verbucht Geräte vollständig automatisiert auf die entsprechenden Projekte. Das senkt den Verwaltungsaufwand erheblich und beugt Fehlbuchungen vor.

Bedarfsgerechte Reduktion des Inventars

In den Trackern verbaute Beschleunigungs- und Klimasensoren geben Aufschluss über die Auslastung von Geräten. So können historische Daten dazu genutzt werden, überflüssige Neuanschaffungen zu vermeiden oder sogar den Gerätepark anhand der Daten bedarfsgerecht zu optimieren.

Fazit

Längst ist klar, dass die Digitalisierung kein Trend, sondern eine Aufgabe ist, welche uns in unserem privaten und vor allem unternehmerischen Alltag künftig viel Arbeit abnehmen wird. Dass die Einbindung von IoT-Systemen und Trackern mit Investitionen verbunden ist, ist selbstverständlich. Doch wer den Schritt geht, wird schnell merken welche enormen Mehrwerte die digitalen Helfer liefern können. Denn Informationen mit wenigen Klicks abgerufen, automatisierte Prozesse im Hintergrund und die erhebliche Beschleunigung der Kommunikation sorgen dafür, dass die Geräteverwaltung nur noch eine Nebensache ist.

Digitalisierung in der Logistik – Wie IoT eine Branche verändert

Die Logistik gehört zu den größten und dynamischsten Branchen und damit auch zu den Branchen, welche am meisten von der Digitalisierung durch IoT-Lösungen profitiert. Doch in welchen Bereichen werden IoT-Lösungen eingesetzt und welche Lösungen gibt es? Das erfahren Sie in diesem Artikel.

Logistik, also die Planung, Koordination und Kontrolle des Flusses von Produkten, Rohstoffen und Informationen, ist unverzichtbar für die Wirtschaft. Allein in Deutschland setzte die Logistikbranche im Jahr 2020 rund 279 Milliarden Euro um (Quelle: Statista – Umsatz der Logistikbranche in Deutschland) und gehört somit zu den drei größten Branchen in Deutschland. Kaum eine andere Branche birgt mehr potenzial für den Einsatz intelligenter Lösungen, denn entlang einer Lieferkette entstehen unzählige von Prozessdaten. Also unzählige Möglichkeiten, Prozesse miteinander zu vernetzen und Vorgänge zu optimieren.

Aber warum ist die Digitalisierung der Logistik so wichtig?

Die Logistikbranche ist seit Jahren auf Wachstumskurs, so trug nicht zuletzt Corona dazu bei, dass die Branche im Jahr 2020 um 26,5 % gewachsen ist. Auch für die kommenden Jahre ist dank E-Commerce von einem weiteren Wachstum auszugehen. Das erhöhte Aufkommen erfordert, dass die Unternehmen immer effizienter arbeiten. Das wiederum erfordert transparente Prozesse, denn die Effizienz hängt stark von der Übersichtlichkeit und Vernetzung einer Lieferkette ab. Dabei gibt es zahlreiche Vorteile, welche vernetzte Lieferketten mit sich bringen:

  • Kostenersparnis: Die Vermeidung überflüssiger Transporte, Optimierung von Lieferwegen und eine bessere Auslastung sorgen für eine Kostenersparnis. Zudem können Lagerbestände optimiert werden und die damit verbundenen Kosten gesenkt werden.
  • Höhere Geschwindigkeit: Einer der bedeutendsten Vorteile einer digitalen Logistik ist die Geschwindigkeit, welche durch die vollständige Vernetzung erheblich gesteigert werden kann. Digitale Lösungen sammeln Daten, werten diese aus und liefern optimierte Ergebnisse für die Lagerung oder den Transport.
  • Reduzierung der Fehleranfälligkeit: Die Digitalisierung löst Papier und analoge Planungs-Charts ab. Das reduziert Fehlerquellen und Prozesse sind jederzeit digital aufrufbar.
  • Umweltschutz: Digitale Assistenten melden optimalen Routen sowie Verbesserungsvorschläge zur Fahrweise des Fahrers.
Eine blaue Mehrwegtransportverpackung steht auf einem Tisch. An der Verpackung hängt ein IoT-Tracker. Im Hintergrund ist unscharf das Logistik-Lager zu sehen..
Eine Mehrwegtransportverpackung erfasst Daten über einen Tracker.
Welche Möglichkeiten gibt es?

IoT-Systeme können in Logistik-Prozessen an den verschiedensten Stellen Mehrwert leisten. Im Bereich der Fracht werden Güter beispielsweise mit Trackern oder Beacons vernetzt. Das verhindert, den Verlust oder Beschädigungen an den Gütern und bietet Transparenz entlang der gesamten Lieferkette. Besonders im Bereich der Lebensmittellogistik können Tracker große Mehrwerte leisten. Die stetige Erfassung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit mittels Sensoren erfüllt vollständig automatisiert Dokumentationspflichten bei temperaturgeführten Transporten. Gleichzeitig gewährleisten die Tracker die Sicherheit der Lebensmittel.

Auch in den Transport-Fahrzeugen erleichtert das IoT den Alltag. Hier können Daten über die Zustände der Fahrzeuge genutzt werden, um diese vorausschauend zu warten (Predictive Maintenance). Das spart Kosten und vor allem zeitfressende Pannen.

Nicht zuletzt im Bereich der Kommissionierung beschleunigen IoT-Systeme die Prozesse. Hier sorgen beispielsweise Pick-by-light Systeme für höhere Geschwindigkeiten, indem visuelle Signale den Kommissionierern das richtige Fach anzeigen. Umfangreichere Systeme zeigen zudem die richtige Stückzahl an.

Die Möglichkeiten sind vielfältig und die stetig steigende Menge der zu verarbeitenden Waren erfordern das Logistik-Unternehmen immer effizienter arbeiten, denn veraltete Technologien und Prozesse sind nicht länger wettbewerbsfähig.

IoT: Umweltschutz durch Digitalisierung – Wie IoT-Anwendungen die Nachhaltigkeit steigern

Beinahe in allen Bereichen unseres Lebens kommen IoT-Anwendungen zum Einsatz. Sie sollen unser Leben verbessern, Prozesse optimieren oder Maschinen und Geräte vernetzen. Besonders bei der Klimakrise spielt das Internet of Things eine wichtige Rolle.

Der Schutz unserer Umwelt und des Klimas ist so dringlich wie noch nie. CO2-Emissionen und zahlreiche vom Menschen entwickelte Substanzen verschmutzen unsere Umwelt. Nicht zuletzt ist der technologische Fortschritt Verursacher der Klimakrise. Die aktuelle Situation regt zum Umdenken an. Viele Unternehmen sind bereits bemüht, soziale Verantwortung zu übernehmen und sich für eine nachhaltige Wirtschaft einzusetzen. In den kommenden Jahren ist zu erwarten, dass sich Nachhaltigkeitsziele als ein wesentlicher Bestandteil unserer Wirtschaft etablieren, denn überall wo Ressourcen beschafft und verbraucht werden, entstehen auch Folgen für unsere Umwelt. So lautet das übergeordnete Ziel, das Beschaffen und Verbrauchen von Ressourcen intelligenter und gezielter zu steuern. Das wiederum erfordert transparente Prozesse.

IoT im Kampf gegen den Klimawandel

Die Anzahl von IoT-Geräten wächst rasant, so sind für das Jahr 2025 bereits 16,4 Milliarden vernetzte IoT-Geräte weltweit prognostiziert (Quelle: Statista – IoT connected devices worldwide). In Form von intelligenten Uhren, Smartphones, Haushaltsgeräten, Herzmonitoren und vielen anderen kommen sie tagtäglich zum Einsatz. Auch im Bereich des Umweltschutzes können die smarten Geräte einen erheblichen Mehrwert leisten, denn sie sammeln Daten und ermöglichen es uns dadurch bessere und fundierte sowie kontrollierte Entscheidungen zu treffen. Echtzeit Pegelstände von Flüssen, Frühwarnsysteme für Hochwasser, IoT zur Frühwarnung bei Waldbränden oder intelligente Straßenbeleuchtung – die Möglichkeiten im Kampf gegen den Klimawandel sind weitreichend.

Smart-Cities

Die moderne Stadt von morgen sammelt große Mengen an Daten und analysiert sie. Die gesammelten Daten verbessern Prozesse in der Infrastruktur oder in Dienstleistungsbereichen. So werden beispielsweise Abfallbehälter und Glascontainer mit Füllstandsensoren überwacht, dass spart überflüssige Servicefahrten und somit CO2-Emissionen. Auch smartes Parken, also das Leiten eines Autofahrers zum nächstgelegenen freien Parkplatz, kann einen solchen Mehrwert leisten. Wenn man beachtet, dass 30 % aller durch den Verkehr entstandenen Emissionen auf die Suche eines Parkplatzes zurückzuführen sind, wird hiermit ein bedeutender Unterschied gemacht.

Smart-Homes

Ein smartes Zuhause erleichtert uns nicht nur den Alltag, indem die darin enthaltenen Sensoren und Geräte über das Internet miteinander kommunizieren, sie sparen auch Geld und somit Ressourcen. So regulieren beispielsweise intelligente Heizsysteme nach Zeitplänen oder durch automatisierte Anwesenheitserkennung die Temperatur. Intelligente Jalousien oder Rollläden können zur intelligenten Verschattung eingesetzt werden. So bleibt der Wohnraum kühl, auch ohne Klimageräte. Auch fürs Wassersparen gibt es smarte Gadgets, welche uns bspw. durch visuelle Signale verständigen sobald ein gewisser Verbrauch beim Duschen erreicht ist. Im Garten sorgen smarte und sensorgesteuerte Bewässerungssysteme für durchgetaktete und bedarfsgerechte Bewässerung.

Smart-Factories

Auch in Fabriken ist ein enormes Einsparpotenzial vorhanden. Hier lässt sich durch den Einsatz von IoT Systemen ähnlich wie beim Smart-Home Energie in Form von Licht und Wärme sparen. Darüber hinaus spart die vorausschauende Wartung Ersatzteile in der Produktion ein. Besonderes Optimierungspotenzial besteht in der Lieferkette der Unternehmen. Diese kann durch den Einsatz von IoT-Geräten so weit optimiert werden, sodass Fabriken weniger Lagerfläche benötigen, wodurch der Energiebedarf sinkt.

Die Einsatzmöglichkeiten zur Optimierung von Prozessen sind weitreichend und IoT-Geräte sind längst keine Zukunftsmusik mehr. Deshalb liegt es nun daran, das Potenzial des Internet of Things zu nutzen und mit kreativen Ideen eine nachhaltigere Welt zu schaffen.

Rapid Prototyping – mit schnellen Prototypen die Entwicklung beschleunigen

Rapid Prototyping erlaubt eine schnelle Umsetzung von Ideen. Gerade in der Forschung und Entwicklung scheinen keine Grenzen gesetzt. Aber was genau ist Rapid Prototyping? Und warum ist das Verfahren gerade in der Produktentwicklung von Vorteil?

Im Jahr 2004 trennten Chirurgen in Dallas, Texas, erfolgreich die zweijährigen ägyptischen Zwillinge, welche am Kopf zusammengewachsen waren. Die 34-stündige Operation war ein voller Erfolg. Der komplizierte Eingriff war nur möglich, weil die Chirurgen die komplexe Operation anhand von exakten anatomischen Modellen der Schädel der Zwillinge und Gefäßstrukturen ihrer Gehirne planen konnten. Eine Vielzahl dieser Modelle werden mittels Rapid Prototyping gefertigt. Dabei wurden die Schädel der Jungen in einem 3D-Druckverfahren mit transparentem Acryl nachgebaut. Das ermöglichte den Chirurgen einen bisher nie da gewesenen Einblick.


Die Technik, welche damals als Sensation galt, ist heute, 18 Jahre später, aus dem Alltag vieler Forschungs- und Entwicklungsabteilungen nicht mehr wegzudenken und sorgt weiterhin für faszinierende Ergebnisse.

Was genau ist Rapid Prototyping?

Rapid Prototyping, was zu Deutsch so viel wie das schnelle Fertigen eines Prototyps heißt, bezeichnet eine Gruppe von Fertigungsverfahren. Die Verfahren stellen in kurzer Zeit ein skalierbares Modell eines Werkstücks oder Produkts mithilfe dreidimensionaler CAD-Daten her. Die Fertigungsverfahren werden neben Rapid Prototyping auch als 3D-Druck oder additive Fertigungsverfahren bezeichnet. Hierbei wird durch schichtweises Auftragen von Materialien ein Werkstück oder Produkt geschaffen. Das geschieht meist mittels physikalischer oder chemischer Effekte in Form von Wärme oder elektromagnetischen Wellen.

3D-Druck mittels Fused Deposition Modeling (FMD)

Das wohl bekannteste Verfahren im Bereich Rapid Prototyping ist wohl der 3D-Druck mittels Fused Deposition Modeling (FDM). Hierbei wird fadenförmiger Kunststoff, welcher auch als Filament bekannt ist, in einer Düse durch Wärme geschmolzen und schichtweise auf das sogenannte Druckbett aufgetragen. Diese Form des 3D-Drucks überzeugt besonders durch den geringen Kostenaufwand und Geschwindigkeit in der Umsetzung. Somit eignet sie sich gut für den Einsatz in frühen Phasen der Entwicklung.

Durch Rapid Prototyping können gerade Entwickler und Konstrukteure ihre Ideen schnell greifbar machen. Erste Entwürfe und Ideen erscheinen somit nicht nur in Skizzen und Simulationen, sondern sind auch haptisch zu begutachten.

Vorteile von Rapid Prototyping
  • Ersparnis von Geld und Zeit: Beim 3D-Druck werden keine Herstellungskosten für Werkzeuge fällig. Die Geräte können nach einer sehr kurzen Einrichtungszeit unmittelbar loslegen. Zudem lassen sich mit ein und demselben Gerät die verschiedensten Geometrien produzieren.
  • Besseres Feedback durch physische Modelle: Die schnellen Prototypen können viel detaillierter und von allen Seiten haptisch begutachtet werden. Auch für Präsentationszwecke können sie eingesetzt werden.
  • Optimieren des Produkts in einer frühen Phase: Die Fertigung der Prototypen erfolgt bereits in einer sehr frühen Phase der Entwicklung. Das Feedback kann so schon von Anfang an in der Entwicklung berücksichtigt werden. Die Verwendung der Prototypen in Tests gibt zudem Aufschluss über Funktion.
  • Reduzierung von Abfall: Im Vergleich zu subtraktiven Fertigungsverfahren, wie zum Beispiel Fräsen oder Drehen, bei welchen Material von einem Rohmaterial abgetragen wird, wird beim Rapid Prototyping erheblich Ausschussmaterial vermieden bzw. reduziert.
Rapid Prototyping in der Produktentwicklung

Besonders im Bereich der Produktentwicklung kann die schnelle und unkomplizierte Produktion eines Prototyps von großem Vorteil sein. Denn der Druck in 3D reduziert die Zeit zwischen einer 3D-Konstruktionsdatei bis hin zu einem serienreifen Produkt maßgeblich. Entwickler und Produktdesigner erlangen in einer frühen Phase des Projekts ein umfassendes Produktverständnis und können das Produkt quasi durch reale Erfahrungen im Umgang mit dem Produkt optimieren. Dank der schnell verfügbaren Prototypen können zudem mehrere Entwicklungsschritte eingeleitet werden, was sich ebenfalls sehr positiv auf den Entwicklungszeitraum auswirkt. Auch Kunden und Projektpartner erlangen einen frühen Eindruck des Produkts und können Änderungswünsche schon bevor hohe Kosten entstehen einbringen.

Quelle: Siamesische Zwillinge dank 3D-Druck-Modell erfolgreich getrennt

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