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Kühlkette Lebensmittel: Schlüsselrolle für Frische und Qualität

Die Kühlkette von Lebensmitteln ist von entscheidender Bedeutung, um die Frische, Qualität und Sicherheit der Produkte zu gewährleisten. Die richtige Handhabung und Aufrechterhaltung der Kühlkette spielt dabei eine Schlüsselrolle für die gesamte Lebensmittelindustrie. Was eine Kühlkette ist, welche Herausforderungen bestehen und wie die Einhaltung der Kühlkette dokumentiert werden kann, erfahren Sie in diesem Artikel.

Was versteht man unter einer Kühlkette?

Der Prozess, der die lückenlose Kühlung von Lebensmitteln oder kühlpflichtigen Waren auf dem Weg von der Herstellung bis zum Endverbraucher beschreibt, wird als Kühlkette bezeichnet. Dabei erstreckt sich die Kühlkette von der Produktion, über die Lagerung sowie den Transport bis hin zur Lagerung aus Auslage im Einzelhandel. Um die Einhaltung der Kühlkette zu gewährleisten, werden Technologien zur permanenten Temperaturkontrolle, Kühlfahrzeuge sowie isolierte Behälter eingesetzt.

Vorschriften zur Kühlkette

Die Einhaltung strenger Vorschriften zur Lebensmittel Kühlkette ist von entscheidender Bedeutung, um die Sicherheit und Qualität von Lebensmitteln zu gewährleisten. Ein integraler Bestandteil dieser Vorschriften ist das HACCP-Konzept, das für “Hazard Analysis and Critical Control Points” steht. Alle Lebensmittelunternehmen, die an der Kühlkette beteiligt sind, müssen diesem systematischen Ansatz folgen, der die Identifizierung und Bewertung potenzieller Gefahren auf allen Stufen der Lebensmittelproduktion, -lagerung und -verteilung vorschreibt. Kritische Kontrollpunkte (CCPs) werden dann definiert, um sicherzustellen, dass Gefahren auf ein akzeptables Maß reduziert werden. Das HACCP-Konzept dient nicht nur der Optimierung von Abläufen, sondern auch zur Eigenkontrolle.

In Bezug auf die Einhaltung von Temperaturen schreibt die Verordnung (EG) Nr. 852/2004 vor, dass Lebensmittelunternehmer sicherstellen müssen, dass in der gesamten Lebensmittelherstellungskette geeignete Maßnahmen getroffen werden, um zu gewährleisten, dass Lebensmittel, insbesondere verderbliche Lebensmittel, bei Temperaturen gelagert und befördert werden, die ihre Sicherheit und Qualität gewährleisten. Dazu gehört die genaue Überwachung der Temperaturen, um die Einhaltung der festgelegten Standards zu gewährleisten und das Risiko der Vermehrung schädlicher Mikroorganismen zu minimieren.

Die TLMV bestimmt zur grundsätzlichen Tiefkühlketten-Temperatur von -18 °C, dass Abweichungen nach oben zulässig sind, darunter kurzfristige Schwankungen von höchstens 3 °C beim Versand und Abweichungen von höchstens 3 °C beim örtlichen Vertrieb sowie in den Tiefkühlgeräten des Einzelhandels im Rahmen redlicher Aufbewahrungs- und Vertriebsverfahren. Die strikte Anwendung ermöglicht es, Risiken proaktiv zu managen, die Lebensmittelsicherheit zu verbessern und den gesamten Prozess der Kühlkette effektiv zu steuern.

Warum darf die Kühlkette nicht unterbrochen werden?

Die Unterbrechung der Lebensmittel Kühlkette kann schwerwiegende Folgen haben:

Die ununterbrochene Aufrechterhaltung der Kühlkette ist für die Qualität, Sicherheit und Haltbarkeit leicht verderblicher Lebensmittel von entscheidender Bedeutung. Jede Unterbrechung der Kühlkette birgt das Risiko von Temperaturschwankungen, die wiederum das Wachstum von Mikroorganismen begünstigen können. Dies kann zum Verlust der Frische und sogar zu Gesundheitsrisiken für den Verbraucher führen. Die Kühlkette muss von der Produktion über den Transport bis zur Lagerung im Einzelhandel und schließlich beim Verbraucher zu Hause lückenlos sein, um vorzeitigen Verderb, mikrobielles Wachstum oder Qualitätsverluste zu vermeiden.

Herausforderungen in der Kühlkette

a. Energieverbrauch: Die Aufrechterhaltung der Kühlkette erfordert erhebliche Mengen an Energie. Dieser hohe Energieverbrauch wirft ökologische Bedenken auf, da er zu einem erhöhten CO2-Ausstoß beiträgt. Die Lebensmittelindustrie sucht daher nach nachhaltigen Lösungen, um den Energieverbrauch zu minimieren und gleichzeitig die Kühlanforderungen zu erfüllen.

b. Transportrisiken: Unterbrechungen während des Transports stellen eine erhebliche Gefahr für die Kühlkette dar. Stromausfälle, technische Defekte oder ungeplante Zwischenstopps können die Temperaturkontrolle beeinträchtigen und somit die Qualität der Lebensmittel gefährden. Unternehmen setzen auf fortgeschrittene Technologien und Überwachungssysteme, um solche Risiken zu minimieren und eine unterbrechungsfreie Kühlkette sicherzustellen.

c. Temperaturdokumentation: Häufig verwenden Unternehmen Einweg-Datenlogger zur Dokumentation der Transporttemperatur. Diese nicht nachhaltige Lösung erzeugt Abfall und kann eine finanzielle Belastung darstellen. Außerdem ist die manuelle Auswertung von Offline-Datenloggern zeitaufwändig und fehleranfällig. Der Mangel an Echtzeitüberwachung erschwert die rechtzeitige Erkennung von Temperaturabweichungen. Darüber hinaus werden die Anforderungen an die Temperaturdokumentation immer strenger, was den Bedarf an innovativen Lösungen zur Gewährleistung von Qualität und Sicherheit in der Kühlkette weiter erhöht.

Technologie zur automatischen Überwachung der Kühlkette

Angesichts steigender Anforderungen an die Temperaturdokumentation setzen Unternehmen zunehmend auf fortschrittliche Technologien zur automatischen Überwachung der Kühlkette. Intelligente Sensoren, IoT (Internet of Things) und drahtlose Übertragungssysteme ermöglichen eine vollautomatische und permanente Dokumentation der Temperaturbedingungen während des gesamten Logistikprozesses. Die Integration automatisierter Überwachungssysteme verbessert somit nicht nur die Effizienz, sondern auch die Nachhaltigkeit der Kühlkette, da der Einsatz von Einweg-Datenloggern reduziert wird.

Fazit

Die Kühlkette ist entscheidend für die Sicherheit und Qualität von Lebensmitteln. Durch Investitionen in IoT-Sensoren zur automatischen Temperaturdokumentation stellen Unternehmen eine kontinuierliche Überwachung der Kühlkette sicher. Dadurch wird nicht nur die Einhaltung von Vorschriften gewährleistet, sondern auch die Frische und Qualität der Lebensmittel erhalten – ein entscheidender Beitrag zur Sicherheit und Zufriedenheit der Verbraucher.

Dokumentation der Kühlschrank Temperatur

Der richtige Umgang mit kühlpflichtigen Waren ist nicht nur Pflicht, sondern auch entscheidend für die Sicherheit der Ware. Eine genaue Dokumentation der Kühlschranktemperatur spielt dabei eine zentrale Rolle. In diesem Blogbeitrag gehen wir näher auf die Aspekte ein, die bei der Dokumentation der Kühlschranktemperatur für kühlpflichtige Waren von Bedeutung sind.

  1. Warum muss die Temperatur dokumentiert werden?
  2. Was ist bei der Dokumenation zu beachten?
  3. Wer muss die Temperatur dokumentieren?
  4. Wie kann die Temperatur ermittelt werden?
  5. Welche Vorschriften gibt es in Deutschland?
  6. Temperaturbereiche für die Lagerung

Warum muss die Temperatur dokumentiert werden?

Die genaue Dokumentation der Kühlschranktemperatur ist aus mehreren Gründen von entscheidender Bedeutung:

  • Qualitätssicherung: Die Qualität von Lebensmitteln, insbesondere von empfindlichen Produkten wie Fleisch, Fisch und Milchprodukten, hängt stark von der Lagertemperatur ab. Die Einhaltung der vorgeschriebenen Temperaturen gewährleistet die Frische und Haltbarkeit der Produkte und damit die Zufriedenheit der Kunden. Um die chemische und mikrobielle Stabilität sowie die pharmakologische Aktivität von Arzneimitteln zu erhalten, was für die Patientensicherheit und die Einhaltung der Herstelleranforderungen von entscheidender Bedeutung ist, müssen diese ebenfalls gekühlt gelagert sein.
  • Gesetzliche Anforderungen: In vielen Ländern, so auch in Deutschland, gibt es klare gesetzliche Vorschriften für die Lagerung kühlpflichtiger Waren. Eine regelmäßige Dokumentation dient dem Nachweis der Einhaltung dieser Vorschriften und schützt vor möglichen rechtlichen Konsequenzen bei Nichteinhaltung.
  • Vermeidung von Verschwendung: Eine genaue Überwachung der Temperatur hilft, unnötige Verschwendung zu vermeiden. Produkte, die bei falscher Temperatur gelagert werden, können schneller verderben oder ihre Wirksamkeit verlieren und müssen möglicherweise entsorgt werden. Eine genaue Dokumentation hilft, Verluste zu minimieren und Ressourcen nachhaltiger zu nutzen.
  • Vertrauen der Verbraucher: Die transparente Dokumentation der Kühlschranktemperatur zeigt ein hohes Maß an Professionalität und Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem Verbraucher.

Was ist bei der Dokumentation zu beachten?

Die Dokumentation der Kühlschranktemperatur erfordert Genauigkeit und Kontinuität. Es ist wichtig, die Temperatur regelmäßig zu überprüfen und die Ergebnisse systematisch zu dokumentieren. Dies kann mit Hilfe von Temperaturaufzeichnungsgeräten oder durch manuelle Aufzeichnungen erfolgen. Dabei ist unbedingt auf die Frequenz der Aufzeichnungen zu achten, um den Temperaturverlauf ausreichend nachvollziehen zu können. Wenn mit Datenloggern gearbeitet wird, ist eine Aufzeichnungsfrequenz von 20 Minuten sinnvoll. Im Idealfall wird die Temperatur bei manueller Dokumentation mehrmals täglich dokumentiert. Achtung: Temperaturschwankungen können so nicht nachvollzogen werden. Darüber hinaus ist abzuwägen, ob weitere Parameter wie z.B. die Luftfeuchtigkeit der Umgebung überwacht werden sollen. Bei Temperaturschwankungen oder -abweichungen ist es wichtig, sofort Maßnahmen zu ergreifen.

Wer muss die Temperatur dokumentieren?

Die Notwendigkeit, Lagertemperaturen aufzuzeichnen, hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der Art der gelagerten Produkte und der in der jeweiligen Branche und Region geltenden Vorschriften. In der Regel müssen Unternehmen, die Lebensmittel, Arzneimittel, biologische Produkte oder andere temperaturempfindliche Güter lagern, die Lagertemperaturen aufzeichnen. Hier einige Beispiele:

Lebensmittelindustrie: Unternehmen, die Lebensmittel herstellen, lagern oder transportieren, müssen häufig die Lagertemperaturen überwachen und aufzeichnen, um die Sicherheit und Qualität der Produkte zu gewährleisten.

Pharmazeutische Industrie: Pharmaunternehmen müssen häufig die Lagertemperaturen von Medikamenten und Impfstoffen überwachen, um deren Wirksamkeit und Sicherheit zu gewährleisten.

Biologische Produkte: Unternehmen, die biologische Produkte wie Blutproben oder andere biologische Materialien lagern, müssen häufig genaue Lagertemperaturen aufzeichnen, um die Unversehrtheit dieser Produkte zu gewährleisten.

Chemische Industrie: Einige Chemikalien erfordern bestimmte Lagertemperaturen, um Stabilität und Sicherheit zu gewährleisten. In solchen Fällen kann es erforderlich sein, die Lagertemperaturen zu überwachen und aufzuzeichnen.

Die Verantwortung für die Dokumentation der Kühlschranktemperatur liegt in der Regel beim Betreiber oder beim Qualitätsmanagement. Es ist wichtig, dass klare Verantwortlichkeiten festgelegt sind und dass das Personal entsprechend geschult ist sowie die Bedeutung einer korrekten Temperaturführung versteht.

Wie wird die Temperatur ermittelt?

Die genaue Ermittlung der Kühlschranktemperatur ist entscheidend. Dies kann durch den Einsatz von Temperaturaufzeichnungsgeräten erfolgen, die automatisch Daten aufzeichnen und über das Internet in Cloud-Speicher senden. Alternativ können auch manuelle Thermometer verwendet werden, die regelmäßig abgelesen und dokumentiert werden. Es ist wichtig, die Temperaturmessgeräte regelmäßig zu überprüfen, um ihre Genauigkeit sicherzustellen.

Welche Vorschriften gibt es für die Kühlschrank Temperatur Dokumentation in Deutschland?

In Deutschland unterliegt die Lagerung von kühlpflichtiger Ware bestimmten Vorschriften, die dazu dienen, die Sicherheit der Produkte zu gewährleisten. Bitte beachten Sie, dass es sich bei den folgenden Vorschriften nur um einen Auszug handelt:

HACCP-Konzept

Seit dem 1. Januar 2006 verpflichtet die EU-Verordnung (EG) Nr. 852/2004 über Lebensmittelhygiene jeden, der mit Lebensmitteln umgeht oder diese in Verkehr bringt, ein HACCP-Konzept zu erstellen.
Das HACCP-Konzept besteht aus sieben Grundsätzen, die die systematische Identifikation, Bewertung und Kontrolle von Gefahren in der Lebensmittelproduktion gewährleisten und so die Lebensmittelsicherheit sicherstellen.

Apothekenbetriebsordnung

Apotheken sind mit speziellen Kühleinrichtungen ausgestattet und dazu verpflichtet, die Kühllagerung von Arzneimitteln nach den Vorschriften der §§ 2a, 4 und 16 der Apothekenbetriebsordnung zu dokumentieren.

Temperaturbereiche für die Lagerung von Arzneimitteln

Arzneimittel sind nach den Angaben des Herstellers zu lagern, dabei werden Arzneimittel grob in folgende Bereiche eingeteilt.

BereicheTemperaturbereich
Tiefgekühlt (bspw. einige Blutprodukte oder Impfstoffe)< -15 °C
Kühlschranktemperatur (bspw. Biologika, Insuline, Antikörper)2 bis 8 °C
Kalt oder kühl8 bis 15 °C
Raumtemperatur (übliche Lagertemperatur für Arzneimittel)15 bis 25 °C

Temperaturbereiche für die Lagerung von Lebensmitteln

ProduktEmpfohlener Temperaturbereich
Tiefkühlprodukte-18 °C
Roher Fisch & Hackfleisch+2 °C
Geflügelfleisch+4 °C
Leicht verderbliche Lebensmittel, frisches Fleisch & Milchprodukte+7 °C
Butter, Käse und Käsezubereitung+10 °C
Diese Werte sind allgemeine Richtlinien und können je nach regionalen und branchenspezifischen Anforderungen variieren. Es wird dringend empfohlen, die genauen gesetzlichen Bestimmungen und branchenspezifischen Standards zu prüfen und sich professionell beraten zu lassen, um die Einhaltung der geltenden Gesetze und Vorschriften sicherzustellen.

Fazit

Die Dokumentation der Kühltemperaturen kühlpflichtiger Waren ist nicht nur eine gesetzliche Anforderung, sondern trägt auch entscheidend zur Produktsicherheit bei. Genaue Aufzeichnungen und die Einhaltung der vorgeschriebenen Temperaturbereiche garantieren Frische, Sicherheit und höchste Qualität der Produkte.

Quellen:
https://haccp-hygienemanagement.de/was-ist-haccp/haccp_konzept/
https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Temperatur

Kühlschrank Temperatur­kontrolle mit PDF Tabelle

PDF-Tabelle zur manuellen Dokumentation der Kühlschranktemperatur

Für diejenigen, die weiterhin die traditionelle Methode der manuellen Temperaturdokumentation bevorzugen, bieten wir eine PDF-Tabelle an, die Sie bei der Aufzeichnung der Kühlschranktemperatur unterstützt. Diese Tabelle bietet eine klare Struktur, um Temperaturen korrekt aufzuzeichnen. Wir möchten jedoch darauf hinweisen, dass automatisierte Systeme mit intelligenten Sensoren Ressourcen sparen und die Genauigkeit erhöhen können.

Warum eine PDF-Tabelle allein nicht mehr ausreicht und welche Vorteile eine automatisierte Dokumentation mit sich bringt, wird im folgenden Beitrag beleuchtet.

Warum die Temperatur­doku­mentation von Hand nicht ausreicht und wie es einfacher funktioniert

In einer Welt, in der Technologie und Innovation Hand in Hand gehen, ist es an der Zeit, über veraltete Methoden der Temperaturkontrolle in Kühlschränken nachzudenken. Viele Unternehmen verlassen sich immer noch auf die manuelle Dokumentation mit Thermometer und Tabelle auf Papier, um sicherzustellen, dass ihre Lebensmittel und kühlpflichtige Arznei sicher aufbewahrt werden. Häufig wird diese Aufgabe jedoch von Personal ausgeführt, das ohnehin schon stark belastet ist. Die gute Nachricht ist, dass es eine bessere und kostengünstigere Lösung gibt: die automatisierte Dokumentation mit Hilfe von intelligenten Sensoren. So kann sich das Personal wieder auf das Kerngeschäft konzentrieren, was letztlich Zeit, Nerven und Geld spart.

Warum die PDF Tabelle nicht mehr ausreicht

Die manuelle Kühlschranktemperatur in Tabellen ist zeitaufwändig und fehleranfällig. Aufzeichnungen können vergessen, nachgeholt oder falsch eingetragen werden. Dies birgt das Risiko von Inkonsistenzen und ungenauen Daten, die die Sicherheit der Waren gefährden können. Darüber hinaus kann die manuelle Überwachung nur in bestimmten Zeit Intervallen erfolgen, was bedeutet, dass Sie wichtige Temperaturschwankungen möglicherweise nicht erkennen.

kühlschrank temperaturkontrolle tabelle pdf

Vernetzte Kühlschränke für lückenlose Dokumentation

Die Vernetzung von Kühlschränken erscheint auf den ersten Blick komplex, ist in der Praxis aber erstaunlich einfach. Dank moderner Technologien können Kühlschränke mit intelligenten Sensoren ausgestattet werden, die sich ohne großen Aufwand in die Geräte integrieren lassen. Das System besteht aus drei Komponenten: Die Sensoren werden einfach in den Kühlschrank eingesetzt, zentrale Empfangsstationen sammeln die Daten und leiten sie an eine Cloud-Anwendung weiter. Die Einfachheit dieser Systeme ermöglicht eine besonders kostengünstige Integration ohne aufwändige Änderungen an der Infrastruktur.

Die Vorteile der auto­matischen Doku­mentation mit Sensoren

Neben der einfachen und kostengünstigen Integration bieten Systeme zur automatischen Temperaturdokumentation in Kühlschränken eine Vielzahl weiterer Vorteile.

Kontinuierliche Überwachung

Sensoren ermöglichen eine rund um die Uhr, kontinuierliche Überwachung der Kühlschranktemperatur. So können Temperaturverläufe genau abgebildet werden.

Präzise Daten

Minimierung des Risikos menschlicher Fehler bei der Datenerfassung. Dies trägt zu genaueren und zuverlässigeren Daten bei, was besonders in Umgebungen mit strengen Qualitätsstandards wichtig ist.

Zeitersparnis

Da keine manuelle Aufzeichnung durch Personal erforderlich ist, sparen Sie Zeit und Ressourcen. Sie müssen sich nicht länger mit mühsamer Dokumentation herumschlagen.

Alarmierung

Bei Abweichungen von den vorgegebenen Temperaturgrenzen erhalten Sie sofortige Warnungen. Dies ermöglicht es Ihnen, schnell zu handeln, um potenzielle Probleme zu lösen.

Zentrale Verwaltung

Die erfassten Daten werden zentral in der Cloud gespeichert, was eine detaillierte Rückverfolgbarkeit im Falle von Inspektionen oder Qualitätskontrollen ermöglicht.

Personal Entlastung

Da keine manuelle Aufzeichnung in PDF-Tabellen erforderlich ist, sparen Sie Zeit und Ressourcen. Sie müssen sich nicht länger mit mühsamer Dokumentation herumschlagen.

Fazit

In einer Welt, in der Zeit und Präzision von entscheidender Bedeutung sind, ist die manuelle Kühlschrank Temperaturkontrolle mit Stift und Papier nicht mehr zeitgemäß. Der Einsatz von Sensoren und automatisierter Dokumentation ist nicht nur effizienter, sondern auch sicherer. Wenn es um die Lagerung kühlpflichtiger Waren und die Einhaltung von Gesundheitsvorschriften geht, sollten Sie auf moderne Technik setzen. So kann sich Ihr Personal wieder mehr auf das Kerngeschäft konzentrieren, was letztlich Zeit, Nerven und Geld spart.

Digitalisierung im Gesundheitswesen

Das Gesundheitswesen steht heute vor einer Vielzahl von Herausforderungen, die eine kontinuierliche Weiterentwicklung erfordern, um den steigenden Anforderungen und dem Fachkräftemangel gerecht zu werden. Die Digitalisierung von Prozessen ist dabei eine vielversprechende Antwort auf diese Herausforderungen. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie die Digitalisierung Prozesse im Gesundheitswesen optimiert und dadurch Kosten eingespart und Personal entlastet werden können.

Was bedeutet digitales Gesundheitswesen?

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen bezieht sich auf die Integration digitaler Technologien und Lösungen, um die Effizienz, Qualität und Zugänglichkeit der Gesundheitsversorgung zu verbessern.

Dabei können die Anwendungen sehr vielseitig sein. Neben elektronischen Patientenaktien, Telemedizin, roboterassistierte Chirugie sorgen auch IoT-Lösungen wie Wearables und intelligente Gebäude für mehr Effizienz im Gesundheitswesen. Als Experten für das Internet der Dinge (IoT) werden wir im Folgenden näher darauf eingehen, wie IoT-Lösungen im Gesundheitswesen Mehrwert schaffen können.

Bevor wir uns den konkreten Anwendungen von IoT-Lösungen im Gesundheitswesen zuwenden, ist es wichtig, das Konzept des IoT zu verstehen. IoT bedeutet “Internet der Dinge” und bezieht sich auf die Vernetzung physischer Geräte und Objekte über das Internet. Diese Geräte und Objekte sind mit Sensoren, Aktoren und Kommunikationstechnologien ausgestattet, die es ihnen ermöglichen, ohne direkte menschliche Interaktion Daten zu sammeln, Informationen auszutauschen und auf Befehle zu reagieren.

Digitale Infrastruktur schafft mehr Überblick

Bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen haben IoT-Lösungen das Potenzial, die Effizienz, Sicherheit und Qualität der Patientenversorgung zu verbessern. Denn durch die Integration intelligenter Sensoren, die Daten in Echtzeit erfassen, und den Einsatz modernster Kommunikationstechnologien ermöglichen IoT-Lösungen eine nahtlose Vernetzung von medizinischen Geräten, Einrichtungen und medizinischem Personal. Durch diese intelligente Vernetzung entsteht eine digitale Infrastruktur, die einen umfassenden Überblick über den Gesundheitszustand von Patienten, den Betrieb medizinischer Einrichtungen und die Nutzung von Ressourcen bietet. Mit diesem Wissen können Entscheidungsträger fundierte, datengestützte Entscheidungen treffen und Prozesse optimieren. Die folgenden praktischen Anwendungen zeigen, wie das IoT alltägliche Abläufe durch die Vernetzung von Objekten optimiert.

1. Präzise Temperaturüberwachung: Schutz für Medikamente, Proben und Lebensmittel

Die vom Hersteller angegebenen Temperaturbereiche von Arzneimitteln dürfen bei der Lagerung in Apotheken nicht über- oder unterschritten werden – das schreibt die Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO §4, §29) vor. Ähnlich verhält es sich bei Lebensmitteln. Durch die am 1. Januar 2006 in Kraft getretene EU-Verordnung (EG) Nr. 852/2004 über Lebensmittelhygiene, ist für jeden die Einrichtung eines HACCP Konzepts Pflicht, der Lebensmittel behandelt oder in Verkehr bringt. HACCP-Konzepte sind interne Eigenkontrollsysteme um die Lebensmittelsicherheit für den Verbraucher garantieren zu können und sehen ebenfalls die Dokumentation und Kontrolle von Temperaturen vor.

Häufig werden die Kontrollen manuell durchgeführt und dokumentiert, was einen hohen Zeit- und Arbeitsaufwand darstellt, ein erhöhtes Risiko an Fehlern bietet sowie die Auswertung erschwert. Hierbei schaffen IoT-fähige Sensoren Abhilfe. Denn sie ermöglichen eine präzise und automatisierte Überwachung von Temperaturen in Medikamentenschränken, Laboren und Kantinen. Die intelligenten Sensoren erfassen Temperatur und Luftfeuchtigkeit und senden kontinuierlich Daten an zentrale Plattformen. Das medizinische Personal und Verwaltungsmitarbeiter erhalten umgehend Benachrichtigungen, wenn die Temperaturen außerhalb des festgelegten Bereichs liegen. Dadurch können sie sofort reagieren, um die Integrität von Medikamenten, Proben und Lebensmitteln zu gewährleisten. Die Genauigkeit der Temperaturüberwachung trägt zu einer verbesserten Patientensicherheit und einer optimierten Ressourcennutzung bei.

2. Patientenüberwachung

Wearables in Form von Armbanduhren und Sensoren können Patienten überwachen und wichtige Gesundheitsdaten wie Herzfrequenz, Blutdruck, Sauerstoffsättigung und Aktivitätsniveau erfassen. Diese Daten können in Echtzeit an das medizinische Personal übermittelt werden, um eine kontinuierliche Überwachung und ein rechtzeitiges Eingreifen bei Veränderungen des Gesundheitszustandes oder bei Stürzen etc. zu ermöglichen.

3. Smart-Buildings: Automatisierte Gebäude

Im Gebäudebereich gibt es zahlreiche IoT-Anwendungen, die die Gebäudeeffizienz, den Energieverbrauch, die Raumnutzung und die Ressourcennutzung optimieren können. Beispielsweise können Beleuchtung und Klimatisierung automatisch an den Bedarf angepasst werden, um Energie zu sparen. Darüber hinaus können IoT-Sensoren erkennen, welche Räume gerade genutzt werden und welche leer stehen. So lässt sich die Raumnutzung optimieren und sicherstellen, dass Ressourcen effizient genutzt werden. Intelligente Kameras und Sensoren können außerdem dazu beitragen, die Sicherheit in medizinischen Einrichtungen zu erhöhen. Sie können potenzielle Sicherheitsrisiken wie zum Beispiel unbefugter Zugang erkennen und das Personal rechtzeitig informieren, um angemessen zu reagieren.

4. Vernetzte medizinische Geräte

Die Vernetzung medizinischer Geräte durch IoT-Technologien ist eine der fortschrittlichsten Anwendungen im Gesundheitswesen und bietet zahlreiche Vorteile. Durch die Integration von Sensoren und Kommunikationsfunktionen in medizinische Geräte können diese miteinander und mit anderen IT-Systemen in der Einrichtung verbunden werden. Dadurch entsteht ein nahtloses Netzwerk, das wichtige medizinische Daten in Echtzeit erfasst, überwacht und austauscht. Dies ermöglicht es, ein umfassendes Bild vom Zustand eines Patienten zu erhalten und fundierte klinische Entscheidungen zu treffen. Dies wiederum kann die Patientensicherheit erhöhen und die Qualität der medizinischen Versorgung verbessern.

5. Überwachung von Luftqualität

IoT Sensoren überwachen die Luftqualität in Räumen. Dabei erfassen sie die Temperatur, Luftfeuchtigkeit, CO2 sowie flüchtige Organische Verbindungen. So können Infektionsrisiken frühzeitig erkannt werden und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Echtzeitwarnungen ermöglichen dabei schnelle Reaktionen oder die automatisierte Regelung von Luftzufuhr und- Austausch.

Fazit

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen und die Integration von IoT-Lösungen bieten ein enormes Potenzial, um die Effizienz, Qualität und Sicherheit der Patientenversorgung zu verbessern. Von der präzisen Temperaturüberwachung von Medikamenten, Proben und Lebensmitteln in Apotheken bis hin zur Echtzeitüberwachung der Vitalwerte von Patienten durch vernetzte medizinische Geräte – die Möglichkeiten sind vielfältig. Auch das automatisieren und vernetzen von Gebäuden sorgt für die effizientere Nutzung von Ressourcen effizienter die Erhöhung von Sicherheit. Die Überwachung der Raumluftqualität durch IoT-Sensoren trägt dazu bei, Infektionsrisiken frühzeitig zu erkennen und entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Digitalisierung und IoT-Lösungen spielen somit eine wichtige Rolle bei der Transformation des Gesundheitswesens hin zu einer vernetzten, effizienten und sicheren Umgebung für Patienten und medizinisches Personal.

5 Schritte für ein erfolgreiches IoT Projekt

Ob in Smart Cities, Industrie 4.0 oder Logistik – das Internet der Dinge (IoT) bietet großes Potenzial zur Optimierung von Prozessen in Unternehmen. Dabei stellt die Integration des IoT aufgrund seiner Komplexität Unternehmen häufig vor Herausforderungen. Um Kosten zu sparen und eine reibungslose Umsetzung zu gewährleisten, empfiehlt es sich, bereits in der Konzeptionsphase einen IoT-Spezialisten hinzuzuziehen. Denn auf das Internet der Dinge spezialisierte Unternehmen wie SenseING verfügen über das nötige Know-how und den entsprechenden Überblick, um Projekte erfolgreich umzusetzen.

In diesem Blog-Beitrag haben wir fünf wichtige Schritte zusammengefasst, die Ihnen helfen werden, Ihr IoT-Projekt zum Erfolg zu führen.

1. Definition des Projektziels

Vor dem Start eines IoT-Projekts ist es wichtig, klare Ziele zu definieren und den Bedarf sorgfältig zu analysieren. Dabei sollten Ziele wie Effizienzsteigerung, Kostensenkung oder Optimierung der Lieferkette identifiziert werden. Wichtig ist auch, dass die Ziele realistisch und messbar sind. Unterscheiden sie zwischen kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Zielen, wobei Sie sich zunächst auf die kurzfristige Ziele fokussieren sollten. Nur so können Sie am Ende des Projekts feststellen, ob Sie Ihre Ziele erreicht haben oder nicht. Je präziser Ihr Projektziel ist, desto besser können Sie Ihre Ressourcen und Strategien darauf ausrichten. Insgesamt gilt also: Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Definition Ihrer Ziele und setzen Sie diese klar und präzise um – damit legen Sie den Grundstein für einen Projekterfolg.

2. Auswahl der richtigen Technologie

Nachdem Sie Ihre Ziele definiert haben, ist es wichtig, die richtige IoT-Plattform und die entsprechenden IoT-Geräte und -Infrastruktur auszuwählen. Dabei sollten Sie sich die folgenden Fragen stellen: Welche Funktionalitäten benötigen wir? Welche Anforderungen haben wir an Sicherheit und Datenschutz? Brauchen wir eine skalierbare Lösung für zukünftiges Wachstum? Muss die Infrastruktur bereits für ein flächendeckendes Rollout geeignet sein? Welche Schnittstellen werden benötigt?

Es gibt viele verschiedene Plattform- und Geräteanbieter auf dem Markt, daher ist es ratsam, einen Vergleich durchzuführen und mehrere Optionen zu evaluieren. Achten Sie auch darauf, ob die Anbieter über Erfahrung in Ihrer Branche verfügen oder spezielle Branchenanforderungen erfüllen können.

Beachten Sie, dass die Konnektivität der Komponenten eine wichtige Rolle bei der Auswahl der Technologien spielt. Stellen Sie sicher, dass die verschiedenen Komponenten des IoT miteinander kompatibel sind. Kreativworkshops mit Ihren Technikern sind dabei sehr hilfreich.

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Auswahl einer IoT-Plattform und -Infrastruktur ist die Integration mit Ihren bestehenden Systemen. Eine nahtlose Integration ermöglicht nicht nur eine bessere Kontrolle über das Projektmanagement, sondern spart auch Zeit und Kosten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es entscheidend ist, die Wahl der richtigen IoT-Plattform und -Geräte sorgfältig abzuwägen, da sie essenziell für den Erfolg des Projekts sind.

3. Sichern und schützen Sie Ihr Netzwerk

Aufgrund der Vielzahl vernetzter Geräte im Internet der Dinge ist es besonders wichtig, Ihr Netzwerk vor Cyberangriffen zu schützen. Hier sind einige Maßnahmen, die Sie ergreifen können:

  • Überprüfen Sie regelmäßig, ob alle Geräte und Komponenten in Ihrem Netzwerk über die neuesten Sicherheitsupdates verfügen. Die Hersteller veröffentlichen regelmäßig Patches und Updates, um bekannte Sicherheitslücken zu schließen. Halten Sie Ihre Geräte daher stets auf dem neuesten Stand.
  • Trennen Sie Ihr Netzwerk in verschiedene Segmente oder VLANs, um die Ausbreitung von Angriffen zu begrenzen. Dadurch wird verhindert, dass ein kompromittiertes Gerät das gesamte Netzwerk gefährdet.
  • Richten Sie eine Firewall ein, um unbefugten Zugriff auf Ihr Netzwerk zu verhindern. Konfigurieren Sie die Firewall so, dass nur der erforderliche Datenverkehr zugelassen wird.
  • Richten Sie Überwachungstools ein, um verdächtige Aktivitäten in Ihrem Netzwerk zu erkennen. Überprüfen Sie regelmäßig die Protokolle und Ereignisse, um mögliche Sicherheitsverletzungen frühzeitig zu erkennen.
  • Stellen Sie sicher, dass regelmäßige Backups und Datensicherungen automatisiert durchgeführt werden

Durch die Umsetzung dieser Sicherheitsmaßnahmen können Sie Ihr Netzwerk wirksam schützen und das Risiko von Cyberangriffen verringern.

4. Implementieren und Testen Sie Ihre Anwendung

Setzen Sie Ihren Projektplan durch Testen und Implementieren der erforderlichen IoT-Geräte und -Infrastrukturen in einem prototypischen Aufbau um. Arbeiten Sie mit Ihrem Team oder externen Experten zusammen, um die Hardware, Software und Netzwerkkomponenten zu integrieren. Testen Sie das System gründlich, um sicherzustellen, dass es reibungslos funktioniert und die gewünschten Ergebnisse liefert.

Beachten Sie, dass das Testen Ihrer Anwendungen ein kontinuierlicher Prozess ist. Das bedeutet, dass Sie Ihre Anwendungen regelmäßig aktualisieren und verbessern müssen, um sicherzustellen, dass sie Ihren Anforderungen entsprechen.

5. Roll-out, Optimierung & Skalierung

Nachdem Sie Ihre IoT-Anwendungen getestet und validiert haben, ist es an der Zeit, Ihr Projekt in die auszurollen. Analysieren Sie Ihre Daten sorgfältig und identifizieren Sie Schwachstellen oder Bereiche, in denen Verbesserungen möglich sind. Nutzen Sie diese Erkenntnisse, um Ihre Anwendungen zu optimieren und ihre Leistung zu verbessern.

Skalierbarkeit ist ein wichtiger Faktor für den langfristigen Erfolg Ihres IoT-Projekts. Planen Sie die Skalierbarkeit von Anfang an mit ein, um sicherzustellen, dass Ihre Anwendungen mit einer steigenden Anzahl von Nutzern Schritt halten können. Stellen Sie sicher, dass Ihre IoT-Plattform und Netzwerkarchitektur ausreichend skalierbar sind, um zukünftiges Wachstum zu bewältigen.

Fazit: So erreichen Sie ein erfolgreiches IoT-Projekt

Ein erfolgreiches IoT-Projekt ist kein einfaches Unterfangen. Es erfordert eine sorgfältige Planung, eine klare Vision und ein tiefes Verständnis der technischen Aspekte. Mit den fünf Schritten in diesem Artikel können Sie jedoch sicherstellen, dass Ihr Projekt auf dem richtigen Weg ist. Definieren Sie zunächst Ihre Ziele und stellen Sie sicher, dass diese realistisch und messbar sind. Wählen Sie dann die geeignete IoT-Technologie aus, die Ihren Anforderungen entspricht und Ihnen die Flexibilität bietet, die Sie benötigen. Schützen Sie Ihr Netzwerk vor Cyber-Bedrohungen und sorgen Sie dafür, dass Ihre Daten sicher sind. Testen Sie Ihre Anwendungen sorgfältig und stellen Sie sicher, dass sie reibungslos funktionieren. Optimieren und skalieren Sie Ihr Projekt kontinuierlich, um sicherzustellen, dass es erfolgreich bleibt.

Eine Person, über die Schulter fotografiert, hält einen LoRa-Tracker in der Hand. Im Hintergrund ist ein Laptop mit einer Tabelle und einer Landkarte zu sehen.

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Energieautarke Temper­atur Datenlogger für die Lebensmittellogistik

SenseING bringt energieautarke Temperatur Datenlogger mit integriertem Solarpanel auf den Markt. Allein durch die Beleuchtung in Fahrzeugen und Lagerhallen erzeugt der Logger genügend Energie, um autark zu arbeiten.

Um die lückenlose Einhaltung der Kühlkette bei temperaturempfindlichen Gütern zu gewährleisten und Risiken zu minimieren, sind Logistikunternehmen verpflichtet, die Temperatur in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren und aufzuzeichnen. Bisher geschieht dies oft manuell, was einen hohen Personalaufwand bedeutet und Fehlerquellen birgt.

Der Datenlogger lädt sich über sein Solarpanel selbst auf.

Autarker Temperatur Datenlogger für lückenlose Datenerfassung

Der neue Temperaturlogger mit der Bezeichnung „SLC-PV“ des Karlsruher Unternehmens dokumentiert die Temperatur und die relative Luftfeuchtigkeit auf der Ladefläche von Fahrzeugen. Die große Besonderheit des Loggers ist seine autarke Energieversorgung. Dank eines Solarmoduls lädt der Logger seinen Energiespeicher selbstständig auf und das auch ohne Tageslicht. Für den autarken Betrieb benötigt der Logger lediglich 250 Lux und kommt somit bereits mit der Beleuchtung in Hallen oder in Fahrzeugen aus. Lästige Batteriewechsel gehören damit der Vergangenheit an und mögliche Datenverluste sind ausgeschlossen. Logistikunternehmen können sich somit auf eine kontinuierliche Datenerfassung ohne manuelles Eingreifen oder Ablesen der Temperaturwerte verlassen.

Die automatisierte Datenerfassung des Loggers ermöglicht eine lückenlose Übertragung der gesammelten Informationen. Am Lagerort angekommen, werden die Daten automatisch über den Funkstandard LoRaWAN übermittelt, die die Daten in die Cloud übertragen, wo sie analysiert, visualisiert und verwaltet werden können. So können Unternehmen ihre Temperatur- und Feuchtigkeitswerte einfach und effizient überwachen und automatisierte Berichte erstellen. „Darüber hinaus bietet SenseING die Übernahme der erfassten Daten in bestehende Kundensysteme über standardisierte Schnittstellen an“, erklärt Geschäftsführer Sven Kruse.


Die Integration der autarken Temperaturlogger ist einfach und unkompliziert. Die Logger werden vorkonfiguriert ausgeliefert und können in wenigen Schritten in Betrieb genommen werden. Dabei können die Logger auch problemlos zur Temperaturdokumentation in Lagerhallen eingesetzt werden.

Automatisiert Auflagen erfüllen

Die automatische Datenübertragung ermöglicht eine lückenlose Dokumentation der Temperaturwerte während des gesamten Transport- und Lagerprozesses. Somit können Logistikunternehmen nicht nur den personellen Aufwand und die Fehlerquellen reduzieren, sondern auch die Effizienz und Zuverlässigkeit ihrer Temperaturüberwachung verbessern. Zudem unterstütz die dauerhafte Dokumentation die Logistikunternehmen bei ihren Qualitätsmanagement-Audits.


“Alles in allem bieten wir mit unserem autarken Datenlogger Unternehmen die Möglichkeit, ihre Effizienz zu steigern, Kosten zu senken und ihre Betriebsabläufe zu optimieren”, so Kruse abschließend.

Der autarke Temperatur Datenlogger mit integriertem Solarpanel ist ab sofort verfügbar. Darüber hinaus bietet SenseING weitere Logging-Lösungen entlang der Lieferkette an. Unternehmen, die ihre Logistikprozesse optimieren und ihre Temperatur- und Feuchtewerte zuverlässig überwachen möchten, sind herzlich eingeladen, weitere Informationen anzufordern.

IoT-Architektur: Die Ebenen des Internet of Things

Eine Einführung in die verschiedenen Ebenen der IoT-Architektur und wie sie zusammenarbeiten um die physische mit der digitalen Welt zu vernetzen.

Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) ist eine Technologie, welches es ermöglicht, Objekte in einer noch nie da gewesenen Art und Weise zu vernetzen. Die erfassten Daten, die daraus resultieren, ermöglichen es uns bessere Entscheidungen zu treffen oder Prozesse zu automatisieren. Doch beim IoT handelt es sich nicht um eine einzige Technologie, sondern um viele technologische Ebenen, welche im Zusammenspiel das Internet der Dinge bilden. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die Architektur des IoTs und seine verschiedenen Ebenen.

Die Ebenen der IoT-Architektur

Das Internet der Dinge ist vielseitig und umfasst eine Reihe von Komponenten und Technologien, welche zusammen­arbeiten, um die Vernetzung von Objekten zu ermöglichen. Dabei unterscheiden wir grob in Ebenen in der physischen Welt und Ebenen in der digitalen Welt. Dazwischen steht eine Konnektivitäts-Ebene, welche die beiden Welten miteinander verbindet. Im Folgenden werden wir genauer auf die Ebenen sowie die dazugehörigen Komponenten und Technologien eingehen.

Physische Welt

Man benötigt in den meisten Fällen zusätzliche Hardware, um ein Objekt zu vernetzen und somit in das Internet der Dinge einzubinden. Diese Hardware wird am Objekt angebracht, um die physische Welt, also alle realen Objekte, miteinander zu vernetzen.

Physische Objekte

Am Anfang steht immer ein zu vernetzendes Objekt. Dabei handelt es sich im industriellen Kontext in den meisten Fällen um Fahrzeuge, Transportbehälter, Geräte und Werkzeuge, Produktionsmaschinen oder Förderbänder. Die Vernetzung dieser Objekte ermöglicht eine bessere Überwachung und Steuerung von Prozessen sowie die optimierte Wartung und Instandhaltung.

Sensoren und Aktoren

Um Daten eines physischen Objekts oder seiner Umgebung zu erfassen, benötigt es Sensoren, welche entweder in Form von Trackern, Datenloggern oder Beacons an den Objekten angebracht werden oder sich bereits in der Elektronik eines Objekts befinden. Die Sensoren können dabei je nach Bedarf verschiedene physikalische Kenngrößen erfassen, von Temperatur und Feuchtigkeit bis hin zu Bewegung und Vibration.

Unter Aktoren versteht man Komponenten welche anhand von erfassten Daten, Aktionen auslösen also Objekte steuern. Dabei können die Aktoren je nach Bedarf verschiedene Formen annehmen. So können sie beispielsweise als Schalter für die Aktivierung der Klimaanlage bei erhöhter Temperatur eingesetzt werden oder als Motor, welcher bei Regen Fenster schließt.

Konnektivität

Die Konnektivitäts-Ebene ist die Ebene, die die Geräte untereinander vernetzt oder mit dem Internet verbindet, um die Daten zu übertragen. Hierzu kommen je nach Anwendungsfall verschiedene Netzwerkprotokolle wie WiFi, Bluetooth , NB-IoT oder LoRaWAN zum Einsatz. Das Ziel dieser Ebene ist es, die physische mit der digitalen Welt zu verbinden und eine zuverlässige sowie sichere Datenübertragung zu gewährleisten. Einige Lösungen verfügen selbst über die Möglichkeit, Daten über das Mobilfunknetz zu senden. Andere Lösungen nutzen hierzu Zwischeninstanzen wie beispielsweise Smartphones oder Gateways.

Digitale Welt

Die digitale Welt der IoT-Architektur ermöglicht die Verarbeitung und Analyse der erfassten Daten. Dadurch gewinnen Unternehmen nützliche Erkenntnisse und können daraus Maßnahmen ableiten, was wiederum Prozesse optimiert, Kosten spart oder neue Geschäftsfelder identifiziert.

Analytics

Die Analytics oder auch Datenanalyse ist ein wichtiger Bestandteil des IoT. Denn hier werden aus den großen Datenmengen nützliche Erkenntnisse und wertvolle Daten gewonnen. Diese Erkenntnisse werden dann dazu verwendet, Entscheidungen zu treffen oder Trends hervorzusagen.

Um Analytics erfolgreich einzusetzen, werden die Daten zunächst in einem Datenspeicher gesammelt, gespeichert und bereinigt. Anschließend kommen Algorithmen und Methoden aus dem Bereich des maschinellen Lernens und der künstlichen Intelligenz zum Einsatz, um beispielsweise den Wartungsbedarf von Maschinen zu identifizieren oder Ausfälle hervorzusagen.

Digitale Services

Die abschließende Ebene der digitalen Services führt die Möglichkeiten der vorhergehenden Ebenen zusammen, strukturiert sie und stellt sie in sogenannten IoT-Plattformen dar. Dabei werden die Daten meistens in übersichtlichen Dashboards in Web-Applikationen oder Apps zur schau gestellt. Erst hier wird der eigentliche Kundennutzen generiert. Denn hier erhält der Kunde den vollumfänglichen Überblick über seine vernetzten Objekte. So werden hier beispielsweise die Standorte von Fahrzeugen visualisiert, Maschinen ferngesteuert oder Daten visualisiert um Trends und Muster zu erkennen. Anhand dieser Informationen können dann die betroffenen Prozesse optimiert werden, neue Produkte und Dienstleistungen entwickelt werden und letztendlich bessere Entscheidungen getroffen werden.

Dashboards ermöglichen eine schnelle und übersichtliche Darstellung der wichtigsten Kennzahlen und Trends

Die IoT-Architektur – komplex und erfolgsentscheidend

Das Internet der Dinge ist ein spannendes Feld welches viele Möglichkeiten bietet, um Prozesse zu automatisieren und Entscheidungen aufgrund von Echtzeitdaten zu treffen. Die IoT-Architektur mit ihren verschiedenen Technologien und Komponenten macht das Internet der Dinge jedoch zu einem komplexen Ökosystem. Da nur wenige Unternehmen über das notwendige Fachwissen verfügen, ist eine Zusammenarbeit mit einem erfahrenen IoT-Partner sowie eine sorgfältige Planung und Abstimmung für eine erfolgreiche Implementierung unerlässlich.